"Einen Beruf ausüben zu dürfen, der einem Freude bereitet."
(Peter Maffay auf die Frage: "Was ist Glück?")

VITA

Dominik M. Koch (*1983) ist als freischaffender Dirigent, Musikpädagoge, Juror, Arrangeur und Coach tätig. Er gehörte von 2015-18 als Dozent zum Team Blasorchesterleitung am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Er leitet mehrere sinfonische Blasorchester unterschiedlicher Leistungsstufen, mit welchen er in Konzerten und Wettbewerben erfolgreich arbeitet (MV Mühlhausen, MV Vaihingen/Enz, Stadtkapelle Hockenheim). Zusätzlich leitet er die Badische Brassband, die sich seither bei zahlreichen Konzerten und jährlichen Wettbewerbsteilnahmen unter seiner Leitung einen exzellenten Ruf erarbeitet hat. Darüberhinaus dirigiert er seit 2017 das Verbandsjugendorchester Rhein-Neckar. Von 2009 – 2016 war er zudem Chefdirigent des Sinfonischen Landesblasorchesters Hessen.

Ergänzend hierzu wird er regelmäßig als Dozent und Gastdirigent bei diversen Orchestern, Projekten und Workshops eingeladen und ist als Juror beim Blasmusikverband Baden-Württemberg und in der Schweiz tätig.

Er betreut an der Gemeinschaftsschule Mühlhausen die Bläserklassen mit einem eigenen Brassband-Konzept und unterrichtet die Fächer Dirigieren, Posaune, Euphonium, Tuba, Klavier sowie Musiktheorie/Gehörbildung und leitet regelmäßig kammermusikalische Ensembles, wie z.B. für Jugend Musiziert.

Er realisiert häufig mit seinen Orchestern besondere Kooperationen (mit Chor, Solisten, Komponisten usw.) und Konzertprojekte mit speziellen, auch genreübergreifenden Schwerpunkten (Symphonic Rock, Crossover-Projekte, Queen Symphony u.a.). Hierfür arrangiert er die passende Literatur häufig auch selbst. Seine Bearbeitungen zeichnen sich besonders durch die Originaltreue und die farbenreiche Instrumentation aus.

 

Seinen ersten Musikunterricht erhielt er mit 6 Jahren im Fach Klavier. Mit 10 Jahren kam die Ausbildung an der Posaune hinzu. Weiterer Unterricht in den Fächern Dirigieren, Gesang sowie Theorie/Gehörbildung folgte.

Im April 2014 konnte er mit einem Konzert mit dem Militärorchester der belgischen Luftwaffe das Masterstudium Blasorchesterleitung am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg sehr erfolgreich abschließen. Von 2007 - 2011 studierte er an selber Stelle Diplom-Blasorchesterleitung, ebenfalls bei Prof. Maurice Hamers. Zuvor studierte er Schulmusik an der Musikhochschule Mannheim und zudem Germanistik an der Universität Mannheim.

Er absolvierte zahlreiche Lehrgänge und Workshops innerhalb der Blasmusik (C3, B-Kurs, CISM Juror), sowie Meisterkurse für Dirigieren im Sinfonieorchester (Manchester, Berlin). Zuletzt konnte er mehrmals Erfahrungen mit professionellen Orchestern wie dem Musikkorps der Bundeswehr, dem Königlichen Militärorchester “Johan Willem Friso”, dem Königlichen Fanfareorchester Vught, der Marinierskapel, dem Militärorchester der beglischen Luftwaffe, dem Militärorchester der Norwegischen Armee, der Cory Band, der Oslo Brass Band sowie den Brandenburger Sinfonikern und dem Rundfunksinfonieorchester Oslo sammeln.

Beim internationalen Dirigentenwettbewerb „European Conductors Competition 2013“ in Oslo konnte er den 3.Platz belegen.

Auch mit seinen Orchestern ist er erfolgreich: so erreichte er mit dem Sinfonischen Landesblasorchester Hessen den 1.Platz in Stufe A beim 5.Wettbewerb für Auswahlorchester in Siegen 2014. Weitere nennenswerte Erfolge erreichte er mit der Badischen Brassband (1.Platz Deutsche Brassband Meisterschaft Bad Kissingen 2018 / 3.Platz (Challenge Section) European Brass Band Championships in Utrecht/NL / Gold mit Auszeichnung beim WMC Kerkrade 2017 / 2.Platz Deutsche Brassband Meisterschaft Bad Kissingen 2016) sowie mit seinen Blasorchestern bei zahlreichen Wettbewerbs- und Wertungsspielteilnahmen (1.Platz Int. Blasmusik-Festival in Prag 2017 / 1.Platz Landesmusikfest 2015 mit dem MV Mühlhausen).

Um sein Wissen und Netzwerk innerhalb der Blasmusik auch Anderen zur Verfügung zu stellen, hat er das „TEAMTAKTSTOCK“ gegründet, welches professionelle Dienstleistungen für die Blasmusik (Coaching, Beratung, Support) anbietet. Weitere Infos: www.TEAMTAKTSTOCK.de

 

​Philosophie

Gerade die Vielseitigkeit zeichnet meinen Alltag aus. Im Vordergrund steht stets die Weiterentwicklung, Offenheit, Freude an der Musik und an der Arbeit mit Menschen sowie ein Qualitätsanspruch, ganz gleich ob beim Dirigieren, Unterrichten, Arrangieren usw.

Erste Leidenschaft: das Dirigieren

Das Dirigieren nimmt einen sehr großen Stellenwert in meinem Leben und im Alltag ein. Ich beschäftige mich täglich mit dem Fach, das so unglaublich vielseitig und spannend ist. Nicht nur Partiturstudium und das Weiterentwickeln des Dirigierhandwerks, auch Organisation, Probenplanung, Programmkonzeption, Arrangieren usw. gehören zu meinem Alltag. Ich nehme mein dirigentisches Wirken sehr ernst und versuche in allen Belangen authentisch zu arbeiten. Musik ist für mich Emotion und mir ist wichtig, dass die Musik (ganz gleich welches Genre) etwas transportiert und vermittelt. Diesen Anspruch verfolge ich als Dirigent nonverbal, aber auch als Forderung gegenüber meinen Musikern, ganz gleich bei welchem Orchester. Der Moment auf der Bühne ist so einzigartig und einmalig, dass es sich lohnt, für jede Note und für sein Orchester alles zu geben. Auch bei den Proben verfolge ich diesen Anspruch – jede Probe muss sich lohnen und den Musikern ein Gefühl von Erleben geben.

Dirigieren ist für mich also nicht nur, Fakten zu schaffen, sowohl im musikalischen wie im außermusikalischen Bereich, sondern vor allem Gestalten, mit Menschen arbeiten und jede Gelegenheit zu nutzen, um aus jedem sein Optimum heraus zu kitzeln und allen tolle Momente mit der Musik zu bescheren.

Zweite Leidenschaft: das Unterrichten

Auch wenn in meinem Alltag das Dirigieren einen großen Platz einnimmt, war und ist das Unterrichten fester Bestandteil in meinem musikalischen Wirken. Anfangs mit ein paar vereinzelten Schülern, betreue ich nun neben meinen Privatschülern, auch Bläserklassen in der Schule und Studenten im Fach Blasorchesterleitung. Das Unterrichten bereitet mir viel Freude und täglich lerne ich durch meine Schüler selbst dazu. Ich reflektiere meine Unterrichtsarbeit konsequent und versuche diese stets zu optimieren.

Folgende Grundsätze sind mir sehr wichtig beim Unterrichten:

Der Schüler muss gefordert werden und ich will ihn stets dort abholen, wo er sich befindet. Ich will ihm, gerade beim Dirigierunterricht, Ansprechpartner für alle musikalischen Belange sein und seine eigene Persönlichkeit im Musizieren und als Musiker/Dirigent entwickeln und fördern. Es begeistert mich immer wieder, wenn ein junger Mensch seinen musikalischen Weg findet und ich ihm Impulse dazu liefern kann. Gerade beim Dirigieren spielen hier natürlich auch sehr viele außermusikalische Aspekte mit hinein, die für das Unterrichten ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Diese Faktoren beschäftigen mich täglich selbst und fließen somit in das Unterrichten stets mit ein.